Sonntag, 23. Oktober 2011

Nur zur Übung...

Vielleicht habe ich es ja schon einmal erwähnt? Ich liebe Nähmaschinen, aber ich mag mich nicht wirklich mit ihrer Technik auseinandersetzen. Die Maschinchen sollten - bitteschön! - einfach funktionieren, dann bin ich glücklich. Und wenn sie's nicht tun, sollte man mich besser nicht ansprechen.

Bedienungsanleitungen gehe ich nach Kräften aus dem Weg und für bloße Probenähereien, Tüfteln, Ausprobieren & Co. habe ich meist viiieel zu wenig Geduld.

Da ich momentan aber diverse Quiltprojekte geplant habe, musste ich dieses Wochenende unbedingt verschiedene Freihandquiltmuster üben und dabei gleich noch erproben, mit welchen Einstellungen mein Maschinchen die besten Ergebnisse zustande bringt. Denn technikscheu wie ich nunmal bin, vergesse ich auch noch jedesmal, die entsprechenden Einstellungen zu notieren und muss sie so von Zeit zu Zeit wieder durch Erproben in Erfahrung bringen. Schön doof. Ich weiß.

Langer Rede kurzer Sinn: Zum Zweck des Übens und des Erprobens habe ich gern kleine Projektchen parat. Überschaubare Teile, die relativ schnell fertiggestellt werden können und am besten letztlich auch noch praktisch sind, weil sie täglich gebraucht werden können. Kissenbezüge zum Beispiel. Oder MugRugs. Oder eben Tischsets.

Vorbereitet hatte ich die Sets schon im Lauf der Woche, gequiltet und mit Binding versehen habe ich sie dann gestern und heute.
Eigentlich sollten die Blöcke mit den Kreisen der Anfang zu einem solchen Quilt werden, aber vermutlich hätten sie bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag darauf gewartet, zu einem solchen vollendet zu werden. Da haben sie es jetzt besser: Sie werden oft und gern in Gebrauch sein und kein jahrelanges jämmerliches Dasein in einer dunklen Schublade fristen müssen.



Um die Quiltmuster etwas besser erkennen zu können, hier die Sets im Einzelnen: Dieses Muster gefällt mir persönlich besonders gut.



Diese große Blüte mit Blätterranken drumherum ist auch eins meiner Favoriten, allerdings auf diesem Mustermix nicht so gut zu erkennen.



Okay - die grafische Variante ist mir nicht so gut gelungen, vor allem Kreis-, bzw. Spiralmuster werden umso schwieriger, je größer der Radius wird. Das muss ich noch üben...



Nicht besonders schwierig in der Ausführung an sich sind diese Schlaufenmuster. Die Schwierigkeit liegt hier vielmehr in der gleichmäßigen Verteilung des Musters, wenn man damit eine größere Fläche füllen will. Das sollte ich auch noch optimieren.

Sonntag, 9. Oktober 2011

Same procedure as every year...

Stoffmarkt in Ludwigsburg war heute mal wieder und wieder einmal hat das Wetter unerwartet toll mitgespielt! Es war schön! Und voll - aber schön!

Vom Lieblingskellner im Lieblingscafé wurde uns erzählt, dass der Stoffmarkt in Ludwigsburg DAS Ereignis schlechthin sei, ja dass selbst am Pferde- oder Antikmarkt oder bei anderen publikumsträchtigen Veranstaltungen in Ludwigsburg nicht mehr los ist, als während dieses Stoffenspektakels! Das glaubt man gleich, wenn man die fröhlich stoffjagenden Massen heute wieder gesehen hat!

Sogar auf dem Damen-WC im Lieblingscafé konnte man nette Leute treffen und fachsimpeln - wirklich sehr charmant!


Meine Ausbeute diesmal birgt keine wirklichen Überraschungen - eben wieder schön bunt, wie meine kleinen Damen und ich das gern mögen!
Linker Stapel: Popeline und Feincord, sowie zwei Coupons roter Wollwalk
Rechter Stapel: Jerseys und Nickystoffe (ein kirschroter Nicky fehlt leider, den hab ich bei Vanree vergessen...)

Nun denn - da kann die Produktion für Herbst/Winter 2011/12 ja direkt losgehen!

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Darf's noch ein bisschen bunter sein?

Wohl kaum!

Nach dem letzten romantisch-verblümt-getüdelten Teil nun wieder was knalliges (was mir vielleicht doch eher entspricht...)

Nach BURDA 01/2008 - Modell 125 - entstand heute dieses allerliebst-bunte Blusenteil mit den hochdramatischen Ärmeln. Das Stöffchen fand ich bei Evas Ladeneröffnung - ich glaube, es ist von Stenzo.
Zugegeben, einfarbig oder mit einem Stoff mit Winzlingsmuster würden die Rafinessen dieses Modells mit Sicherheit wesentlich besser zur Geltung kommen, aber... es war halt der erste Versuch mit einem ungetesteten Schnitt und da nehme ich gern was heftig gemustertes, denn falls dann die Abnäher doch nicht genau so sitzen, wie sie sollen, dann mogelt das Muster doch über so einiges hinweg. Ähem.

Nun gut. Dass diese Bluse (mit 5cm Verlängerung) nun auf Anhieb wirklich perfekt passt...das konnte ich ja nicht ahnen. Oder?



Die weiten Ärmel werden am Oberarm mit jeweils 13 (!) senkrechten Biesen gebändigt und durch die breiten Manschetten sind sie gleich der doppelte Hingucker.
Die Bluse hat im Vorderteil 4 und im Rückenteil 2 senkrechte Abnäher, die sie ziemlich auf Figur bringen.

Von der Passform bin ich absolut hingerissen und diesen Schnitt werde ich hüten und streicheln und auf jeden Fall aufheben und irgendwann nochmal nähen. Jawohl.

Montag, 3. Oktober 2011

BURDA 01/2008 - Modell 124

Fehlgriffe passieren einfach immer wieder. Zwangsläufig. Und vor allem dann, wenn

a) ich mir einbilde, eine weiße Bluse haben zu müssen, obwohl mir weiß nicht steht,
b) ich mir einbilde, ein romantisches Blumenmüsterchen wäre auch mal was Nettes für mich, und
c) ich mir einbilde, zu einem romantischen Muster gehörte unbedingt auch ein angerüschtes Schnittmuster...

Und DAS hab ich jetzt davon! Das aufwändigste (und gleichzeitig erste!) Nachthemd, das ich mir JE genäht habe, mit sage und schreibe 15 (fünfzehn!) Knöpfen! An dieser Stelle sei erwähnt, dass Knöpfeannähen zu meinen am aller-allerwenigsten geliebten Tätigkeiten zählt und nur ganz knapp noch vor Fensterputzen rangiert.


Und was lehrt mich das? Einbildung und Realität haben oft wenig gemeinsam?!

Gemeinerweise passt die Bluse im Grunde recht gut und meine eigenmächtige Beschneidung der Schulterbreite um 1,5cm war exakt richtig. Die senkrechten Abnäher vorn sitzen auch genau da, wo sie hingehören und die Ärmel haben eine perfekte Länge. Der Kragen ist gut gelungen und auch sonst ist eigentlich alles wunderbar.
Wenn ich mir nur nicht vorkommen würde,...eben wie in einem Nachthemd!

Ich werde jetzt noch die Seitennähte ändern und in der Taille jeweils ca. 4cm wegmogeln. Und dann werde ich noch mal drüber schlafen über das Ganze. Vielleicht sieht morgen die Blusenwelt ja doch wieder ein bisschen anders aus. *Seufz*

Edit: Nachdem ich die Seitennähte nun so geändert habe, dass zur Taille hin insgesamt 8cm! an Weite herausgenommen wurden, sitzt die Bluse gut. Die werde ich tragen. Und an die Blümchen gewöhn' ich mich auch noch! Dann ging der Griff am Ende doch nicht ganz so sehr daneben...

Freitag, 30. September 2011

Indian Summer Pinwheel Quilt

Auch wenn es hier im Blog gar zu ruhig war in den letzten Wochen, so war ich doch nicht ganz untätig.

Unter anderem entstand in den letzten Tagen ein Quilt, der farbtechnisch ganz wunderbar in den derzeitigen Altweibersommer passt - wie ich finde. Aber macht Euch selbst ein Bild...



Das einfache Pinwheel-Muster habe ich aus einem Layer Cake "Oh my!" von Moda in Kombination mit Baumwollsatin in einem warmen Orangeton gefertigt.
Am schnellsten und einfachsten näht man diese Art Pinwheels nach dieser wunderbaren Anleitung:



Der Quilt ist mit den Maßen 170 x 230cm mein bisher größter. Mit dieser Größe könnte man ihn sogar als Tagesdecke für ein Doppelbett nutzen.
Damit er ganz weich und kuschlig bleibt, habe ich ihn nur sehr sparsam in großen Karos gequiltet und nur den Rahmen mit einigen engeren Stepplinien etwas hervorgehoben.

Manchmal nehmen die Dinge unerwartete Wege. In diesem Fall sogar sehr weite... (...Wege!):
Bestellt habe ich den Layer Cake in USA. Gefertigt wurde der Stoff allerdings in Japan (wie ich der Rechnung entnommen habe). Nun wird der fertige Quilt wieder eine lange Reise antreten: Zuerst nach Berlin, von wo aus er dann zurück nach USA reisen wird. Dort wird er als Hochzeitsgeschenk eintreffen und ich hoffe wirklich sehr, sehr, sehr, dass er dem Hochzeitspaar - das ich persönlich gar nicht kenne - gefallen und gute Dienste tun wird.

Euch allen ein wunderbar spätsommerlich-sonniges langes Wochenende!

Sonntag, 18. September 2011

Wieder zurück im Alltag

Die Schule hat wieder begonnen, die Arbeit sowieso schon lange wieder, kurz gesagt: Das alltägliche Chaos hat wieder Einzug gehalten!

Im Gedächtnis bleiben uns jedoch noch lang die schönen Erinnerungen an einen sonnigen Urlaub und die wärmen auch noch an grauen Herbsttagen - so wie heute!



Euch allen einen schönen Sonntag!

Dienstag, 26. Juli 2011

Original & Plagiat

Kleidung zu kaufen fällt mir wirklich nicht leicht. Meist lass ich sie, wo sie ist - an der Stange im Geschäft - weil ich mir sage, das kann ich selbst...

Aber manchmal begegnet mir dann doch ein Stück, das mich auf Anhieb so überzeugt, dass es einfach mitgenommen werden MUSS.
So ging es mir mit diesem Leinenkleid.
Genau das richtige für den (warmen) Sommer. Genau das richtige für den anstehenden Urlaub. Unkompliziert und gemütlich, einfach zum Reinschlüpfen und dann ab an den Strand! Ein absolutes Wohlfühlkleid eben.

Und außerdem wusste ich sofort, dass ich dieses Teil nachnähen würde.


Genug Leinen und Jerseystoffe zum Kombinieren gibt mein Fundus ja zum Glück her, da könnte ich noch das eine oder andere folgen lassen...

Was meint Ihr, welches ist das Original?