Sonntag, 17. Juli 2016

GARTER GOODNESS by Stephen West

Derzeit wandere ich durch ein ziemlich tiefes Nähloch. Aber Stricken, das geht noch...

Also habe ich das nächste Stephen West Tuch angefangen und bin dann gleich nach den ersten paar Maschen hängen geblieben, weil ich die Anleitung einfach nicht deuten konnte.
Sei es nun mangels Strickerfahrung, oder mangelhafter Englischkenntnisse oder vielleicht gar aufgrund einer Kombination aus beidem... ich hab's nicht kapiert.
In meiner Not habe ich die (in meinen Augen) Strickfee per se angeschrieben, bei der ich im übrigen das Tuch auch zum ersten Mal gesehen und mich gleich verliebt hatte, und hoffte, sie würde mir weiterhelfen.

Und meine Hoffnung war nicht vergeblich. What's-app-sei-Dank bekam ich prompt Hilfe und die notwendige Erklärung und als dann der Groschen endlich gefallen war, überlegte ich, dass es vielleicht ja anderen willigen Strickerinnen auch noch so gehen könnte, dass sie bei dieser an sich sehr einfachen Strickanleitung bereits über die ersten paar Reihen stolpern. Deshalb habe ich ein Tutorial dazu gebastelt (was ich mir zuvor von Stephen West hatte genehmigen lassen!) und es bei youtube eingestellt.

Mit dieser Anleitung sollten nun keine Fragen mehr offen bleiben. Und wie gesagt - das Tuch an sich ist wirklich super einfach zu stricken, manche meinen gar, es sei langweilig, aber ich finde es einfach perfekt um es beim Fernsehen oder mit Kaffee auf der Terrasse oder im Garten einfach noch so nebenher zu stricken...

Das ganze Tuch wird nur mit rechten Maschen und Umschlägen gestrickt und ist daher auch sehr anfängertauglich. Schön finde ich auch, dass es ein Projekt ist, das sich prima zur Resteverwertung eignet. Einfach von Farbe zu Farbe stricken, so lange das Garn eben reicht...

Mein Tuch ist etwas kleiner geworden, als das Strickmuster es angibt, denn ich hätte noch ca. weitere 50 Reihen stricken müssen. Da ich aber kein farblich passendes Garn mehr hatte, habe ich einfach früher aufgehört. Auch das ist bei diesem Tuch möglich, ohne dass es dem Endergebnis einen großen Abbruch tun würde. Noch ein weiterer Pluspunkt.

Sehr gut gefällt mir die rund um das Tuch verlaufende angestrickte "Strickliesl-Kante" (eigentlich heißt sie i-cord), die ich so nenne, weil sie mich an eine dieser Strickkordeln erinnert, die ich als Kind mit der Strickliesl meterweise produziert habe. Diese Kante rundet das Erscheinungsbild dieses Tuchs perfekt ab und verleiht ihm einen wertigen Touch, wie ich finde.

Wie gesagt ist nur der Anfang des ganzen etwas tricky, aber mit dem Tutorial ist das nun sicher auch für niemanden mehr ein Problem.

Vielen Dank nochmal an dieser Stelle an mo.ni.kate von wollixundstoffix für ihre Erklärungen und Ratschläge!

Und 1000 Dank an meine "kleine" Tochter, die mir meine anfängerhafte Filmerei in die richtige Form geschnitten und vertont hat. Super hat sie das gemacht, oder?!

Donnerstag, 31. März 2016

Daybreak by Stephen West

Und es geht weiter mit Stephen West.

Völlig hingerissen von diesem Beispiel, entstand so ein Tuch für meinen Mann...

Allerdings habe ich dafür 2 Wochen und nicht nur 2 Tage gebraucht. Bin eben eine absolute Langsamstrickerin...

Ein 100%iges UWYH-Projekt, bei dem drei verschiedene Sockenwollreste, sowie eine Kone mit Wolle unbekannter Herkunft - vermutlich eher Baumwolle, da überhaupt nicht kratzig und auch kaum dehnbar - zum restlosen Einsatz kamen.

Die obere Kante ist mir wohl irgendwie etwas stramm geraten, oder das Tuch ist ansonsten zu locker gestrickt, jedenfalls bekomme ich es auch trotz spannen und blocken einfach nicht ganz plan. Beim Tragen stört das natürlich nicht, aber ich weiß es eben.... grrr...

Und der Kater mag das Tuch auch - eigentlich am liebsten zum Draufliegen....

Samstag, 26. März 2016

Vertices Unite by Stephen West

Der Blog wurde im letzten halben Jahr vernachlässigt, aber entstanden ist hier dennoch so einiges. Aber keine Sorge - das zeige ich hier jetzt nicht alles nachträglich....

Letztens wurde ich durch den Summer Shawl Knit along - an dem ich NICHT teilgenommen habe, weil planmäßiges Nähen, bzw. Stricken einfach nicht mein Ding ist - auf die Strickanleitungen von Stephen West aufmerksam.

Mal ganz abgesehen von den wirklich außergewöhnlichen Fotostrecken, mit denen seine Modelle präsentiert werden, gefallen mit die klaren Linien, die relativ einfach zu stricken sind und dennoch immer was Besonderes haben... Und da ich kein echter Stricküberflieger bin, LIEBE ich solche Anleitungen: einfach & effektvoll, das ist MEINE Kombination!

Und da ich ein ziemlicher Film & Fernsehjunkie bin, kommt mir das Stricken passformunsensibler Tücher und Schals gerade recht: NUR Fernsehen ist auch irgendwie langweilig, aber Fernsehen UND Stricken, das ist an Erholungswert für mich kaum noch zu toppen!

Den endgültigen Ausschlag, auch mal ein West-Tuch zu stricken, gab dann die Version, die ich bei "Rehgeschwister" gesehen habe. So schön!!!

Das Material ist im wahrsten Sinne des Wortes "bunt" zusammengewürfelt: Verschiedenste einzelne Wollknäuel und Reste, die ich noch in meinem Fundus hatte, kamen zum Einsatz. Gemeinsam ist ihnen nur die Garnstärke, nämlich alles im Grunde 4-fädige Sockenwolle, bis auf ein uni bordeauxfarbenes Garn, das vermutlich Baumwolle ist, aber von der Stärke ganz gut zu den anderen Wollen passte.
Herausgekommen ist ein sehr großes Tuch, das ich das ganze Jahr über zu nutzen gedenke, sowohl im Winter als dicke Halsvermummung,...

...als auch im Sommer, abends auf der Terrasse....

Mein erstes West-Tuch gefällt mir ausgesprochen gut und es hat durchaus Wiederholungstatpotential!

Edit: Frau machwerk hat mir mal wieder meine fotografischen Unzulänglichkeiten deutlich gemacht! Sie war SEHR ungnädig. Also reiche ich hiermit noch eine Detailaufnahme vom Tuch nach, um die Farben und verschiedenen Streifen etwas besser zu zeigen.... ähem....

Auch der "gestrickt-abgekettete" Rand ist hier besser zu sehen....

Donnerstag, 3. September 2015

Chiffonbluse nach "Meine Nähmode" (4/2015)

Nachdem Frau machwerk letztens das aktuelle Heft von "Meine Nähmode" so gelobt hat, habe ich direkt mal einen genaueren Blick hineingeworfen und siehe da: fand ich doch auf Anhieb einen Schnitt, wie ich ihn schon lange gesucht habe! Ein Schnitt für eine Chiffonbluse, nicht zu kompliziert, aber dennoch mit einem kleinen eingebauten Aha-Effekt, bzw. Hinkucker.

Diese Bluse gibt es im Heft auch wieder in verschiedenen Varianten, mit kurzen und langen Ärmeln, mit gerafften oder schlichten Ärmelsäumen, mit geraffter oder mit längerer, seitlich zipfliger Saumlinie. Und die einzelnen Elemente kann man natürlich kombinieren, wie man eben möchte.

Mir hat auf Anhieb diese Ausschnittlösung gefallen! Ein bisschen was besonderes, aber nicht zu auffällig. Sehr nett!
Da ich unter Chiffonblusen logischerweise immer ein Shirt oder zumindest ein Top trage, habe ich die beiden Fake-Wickelteile vorn nicht - wie im Heft angegeben - an einer Stelle zusammengenäht, um sie am Auseinanderklaffen zu hindern.

Den Saum habe ich mit einem Beleg versehen und ein 1cm breites Gummiband eingezogen. Mit dieser Lösung bin ich momentan allerdings noch nicht ganz glücklich. Bevor ich mich jedoch an eine Änderung mache, werde ich die Bluse erst einmal waschen und die ganze Stärke à la machwerk herausspülen. Mal sehen, wie die Bluse dann fällt...

Aufgrund des gemusterten Stoffs ist das doppellagige Vorderteil leider kaum zu erkennen.... :O(

Mittwoch, 2. September 2015

Ein Wandbild

Als ich letztes Jahr diesen Quilt zugeschnitten habe, blieben eine Menge blattförmige Stoffrestchen übrig, die ich erst einmal aufbewahrt habe, weil mir die Form so gut gefiel und ich mir dachte, da könnte eines schönen Tages vielleicht mal ein ganz hübscher Kissenbezug draus werden, oder so...

Letztes Wochenende dann, fielen mir die "Blätter" wieder ein und plötzlich wusste ich ganz genau, was daraus werden sollte: Ein ganz kleiner Quilt mit einem einzigen stilisierten großen Baum darauf als Motiv.

Gedacht - getan.

Zuerst habe ich alle Blätter rechts auf rechts auf dünnen weißen Baumwollstoff (der beim Kürzen eines Vorhangs übrig geblieben war) genäht, anschließend einen Schnitt in den weißen Stoff gemacht und die Blätter durch diesen Schnitt auf rechts gewendet und gebügelt.

Die versäuberten Blätter habe ich dann auf naturweißen Baumwollstoff gelegt und so arrangiert, wie ich mir die Baumkrone vorstellte. Mit Nadeln fixiert waren die Blätter dann auch ganz fix knappkantig festgesteppt.

Die Umrisse von Baumstamm und Wolken habe ich mit hellgrauem Markierstift etwas vorgezeichnet und anschließend alles freihand mit der Maschine gequiltet. Stamm und Wolken blieben dabei relativ großflächig ungequiltet, damit sie plastisch etwas hervorstechen - in diesem Fall die einzige Wirkungsweise, um weiß auf weiß etwas sichtbar zu machen.

Der so entstandene Miniquilt hängt nun bei uns im Treppenhaus und ich glaube, so langsam werde ich wirlich alt.
Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich Dinge gesagt, wie z.B.: "Quilts werde ich niemals nähen, so langweilig kann mir gar nicht werden!" ...ähem... oder: "Einen Quilt von Hand quilten? Never ever!" (Okay, das ist mir auch wirklich nur einmal passiert und schreit definitiv nicht nach Wiederholung!)..... oder auch: "Quilts an die Wand hängen? Oh, nee, bloß nicht!".....
Merkt Ihr was? Ich mag gar nicht darüber nachdenken, was ich noch so alles schon ausgeschlossen habe und was demnach noch auf mich zukommen könnte!

Aufgehängt wird der Quilt an einer schmalen Holzleiste (oder Alustange), die durch den auf der Rückseite dafür vorgesehenen Tunnel geführt und an den Ecken in die "Halterungen" eingehängt wird. Dann braucht man nur zwei kleine Nägel in der Wand und der Wandteppich kann anfangen in Ruhe einzustauben (denn genau daher rührt mein: NIEMALS nähe ich Wandteppiche!!!) Naja, gut, man kann ihn ja auch ganz einfach abhängen und mal in die Waschmaschine stecken ;O)

Hätte nie geglaubt, dass ich sowas mal sagen würde: ICH find' ihn schön, wie er da so hängt!

Sonntag, 30. August 2015

Stoffspielereien - August 2015 oder "Es war einmal ein Oberhemd...."

Normalerweise verspüre ich wenig Motivation, mich an den monatlichen Stoffspielereien - ausgerufen von Suschna - zu beteiligen. Zu groß ist meine Ehrfurcht vor all den dort gezeigten großartigen kreativen Ideen und der Experimentierfreude der regelmäßigen Teilnehmerinnen.
Verglichen mit diesen Damen empfinde ich meine Kreationen doch eher als, naja, sagen wir,... langweilig. Nähtechnisch könnte ich mit den gezeigten Werken wohl mithalten, aber von der kreativen Schaffenskraft der Teilnehmerinnen bin ich - meiner Meinung nach - weit entfernt. Und auf Kommando - zu einem festen Termin dazu noch - kreativ werden, das geht bei mir gleich gar nicht!

Auch beim Thema diesen Monats wäre ich nicht auf den Gedanken gekommen, ich könnte bei den Stoffspielereien eigentlich mitmachen. Zu "normal" ist in meinen Augen das Recyceln von Hemden, indem man sie in einen Patchwork-Quilt transformiert. Ich meine, im Grunde ist das ja die ursprünglichste Form des Quilts schlechthin: Alten Kleidungsstücken in Form eines Quilts eine Art Lebensverlängerung zu ermöglichen. Das heißt also, die Idee an sich ist schonmal uralt und weiß Gott keine Neuheit, die ich mir habe einfallen lassen.

Nun meint meine liebe Frau machwerk jedoch, mein aktuellster Quilt - just diese Woche fertiggestellt - gehöre partout in den August-Stoffspielerei gezeigt und so ganz konnte ich mich ihrer Argumentation dann doch nicht entziehen.

Nun denn.

Mir fielen jüngst 12 hochwertige (einigermaßen große) Herrenhemden in die Hände, die vom ersten Augenblick an danach schrien, zu einem Quilt recycelt zu werden, um letztlich wieder an den edlen Spender der Hemden als Geschenk zurückzugehen. Der Gute ahnt davon nämlich nichts und denkt, seine Hemden sind mittlerweile der Altkleidersammlung zugeführt worden.... hähä.... weit gefehlt!

Aus den Hemdenrücken dieser 12 Hemden entstand das Quilttop. Die Farben der Hemden habe ich in "warme" und "kalte" Farben aufgeteilt und aus den so sortierten gleichmäßigen Stoffstreifen einfache log cabin blocks mit jeweils einem naturweißen Zentrum gefertigt. 24 Blöcke mit einer fertigen Größe von je 35x35cm bringen den Quilt auf eine Gesamtgröße von 140x210cm.

Für die breite Bordüre auf der Rückseite des Quilts musste ein Großteil der Hemdenärmel dran glauben.

Um das Recyceln noch einen Schritt weiter zu treiben, entstanden passend zum Quilt dann noch vier einfache Kissenhüllen. Da die Kissen aus den Hemdvorderseiten gefertigt wurden, ist die ohnehin vorhandene Knopfleiste sowohl Kissenverschluss, als auch dekoratives Element in einem. Natürlich könnte man die Kissenhüllen auch aus jeweils zwei Hemdvorderseiten fertigen, aber das wäre mir rein mustertechnisch in diesem Fall dann doch zuviel geworden.

Aus einem Teil der noch übrigen oberen Teilen der Ärmel, dem Teil mit der Armkugel, werden Weihnachtsgeschenke für Jungs in Form von Schlafsack-Schlampermäppchen entstehen...

...Danach sind dann wirklich nur noch die Hemdkragen- und -manschetten übrig.
Vielleicht finde ich ja bei den Beiträgen der anderen Teilnehmerinnen der August-Stoffspielereien noch die passende Idee, was ich damit machen könnte?!

P.S.: Im übrigen bin ich, was diese Art des Hemden-Recyclings betrifft, bekennende Wiederholungstäterin ;O)

Und da es gerade auch so gut zum Thema "Altes Hemd - Neues Gewand" passt, hier noch ein link auf diese Seite und danke dafür, dass MAIKE mich eingeladen hat mitzumachen :O)

Donnerstag, 27. August 2015

Mein "vergessenes" machwerk-Taschen-ebook: Das Reiseetui

Frau Fabulatoria ruft mehrere Wochen lang zum Nähen "vergessener" Taschen-ebooks auf und diese Woche stehen die Schnitte aus Frau machwerks Feder auf dem Programm.

Nun ist es ja nicht wirklich so, dass ich Frau machwerks Schnitte tatsächlich vergessen könnte, denn immerhin nähe ich in der Regel zur Probe und lese Korrektur, bevor eins ihrer ebooks ins Licht der Welt geschubst wird. Aber in einem Fall habe ich tatsächlich "nur" korrekturgelesen und - vermutlich aus Zeitmangel - bisher noch NICHT genäht.

Und genau diesen Schnitt habe ich heute anlässlich des Geburtstages eines reisefreudigen Herren also zum ersten Mal selbst genäht und reihe mich daher gern mit einem "Reiseetui" bei diesem Sew-Along ein.

Vergangenes Jahr bekam ich selbst von Frau machwerk ein solches Reiseetui geschenkt - da war es noch in der Erprobungsphase. Und was soll ich sagen? Ohne dieses Teil werde ich keine Reise mehr antreten. Never - ever! Endlich hat für mich das ewige Suchen und hektische Kramen in verschiedenen Innen- und Außentaschen, nach diversen Tickets, Pässen, Vouchers, Stadtplänen oder was auch immer... ein ENDE!

Bei der Einteilung der Innenfächer habe ich mich weitestgehend an die Angaben im ebook gehalten - aber das kann natürlich alles auch ganz individuell geändert und angepasst werden.

Eine winzige Änderung habe ich z.B. bei der Unterteilung der für Karten vorgesehenen Fächer vorgenommen. Ich habe dieses Fach (links unten im aufgeklappten Etui) nicht mittig abgesteppt, sondern leicht versetzt, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass das mittige Absteppen zwei Fächer ergibt, die beide etwas knapp sind für quer hineingeschobene Scheckkarten & Co. Mit meiner Variante kann ich nun eine Karte quer und eine senkrecht eingeschoben aufbewahren.

Die beiden aufgesetzten Fächer auf der rechten Seite des aufgeklappten Etuis gehen bei mir beide bis an die untere Kante des Etuis, d.h. das eine der Fächer ist also tiefer, als es im ebook vorgesehen ist. Aber wie gesagt - das kann jeder gestalten und halten, wie es am sinnvollsten und praktischsten erscheint.

Da dieses Reiseetui für einen Mann gedacht ist, kommt es von außen ganz edel in dunkelolivefarbigem Leder daher und wartet dann - etwas überraschend - mit einigermaßen viel Farbe bei der Innenausstattung auf: Die Stoffe aus der Parson Grey Kollektion "Shaman" habe ich mit orange abgesetzt.
Ob man den Kerl nun mag oder nicht - er kreiert einfach coole Stoffe für Männer!