Mittwoch, 8. Januar 2014

Total kariert! - Burda 01/2004 - Modell 113

Das neue Jahr hat kaum angefangen, da habe ich mich auch schon an die Umsetzung meines einzigen Vorsatzes gemacht, nämlich mehr KLEIDER für mich zu nähen.

Zuerst müssen dafür natürlich die für meine Figur geeigneten Schnittmuster her und letztens fand ich dieses Kleid und war auf Anhieb schwer verliebt.
Bei ebay wurde ich glücklicherweise fündig und konnte die BURDA Ausgabe aus dem Jahr 2004 bestellen.

Ein Probeteil wollte ich auf jeden Fall zuerst nähen und da im Heft nicht nur das Kleid, sondern auch eine Blusenvariante von diesem Schnitt angeboten wird, entschied ich mich, zuerst einmal die Bluse zu nähen, denn um die Passform zu testen, sollte das ja eigentlich ausreichen.

Zu Weihnachten hatte ich von meiner Nähnerdfreundin griselda ein online-Seminar von Kathleen Cheetham - "Adjust the bust" - geschenkt bekommen. Anhand der damit brandneu erworbenen Kenntnisse habe ich am Schnitt eine FBA durchgeführt und muss sagen, ich glaube, ich war ziemlich erfolgreich! Zumindest passt das Probeblusenteil wie angegossen. Okay - mit ein bisschen WW würde sie etwas legerer passen, aber momentan muss es eben so gehen. Wichtig ist, der Sitz der Bluse überzeugt.

Als Probestoff kam ein Stoff zum Einsatz, den ich vor JAHREN von einer absoluten nichtnähenden Nachbarin geschenkt bekommen hatte, mit den Worten: "Du kannst sowas doch sicher irgendwie brauchen?!" - woraufhin das gute Stück dann in den tiefsten Tiefen meines Stofflagers verschwand, da ich es nach nur kurzem Hinsehen als recht gruselig empfunden hatte. Auf der Suche nach einem möglichen Stoff für das Probeteil nun fiel mir dieses karierte Etwas wieder in die Hände und siehe da, neben einem neuen Schnitt, inkl. FBA, bot sich auf diese Weise auch noch die Möglichkeit, einmal mein Glück bei der symmetrischen Verarbeitung von Karomustern zu versuchen. Wenn das nicht mal DIE Gelegenheit war!

Und was soll ich sagen? Vom Ergebnis bin ich nahezu restlos angetan! Aber seht selbst:

Und von hinten...

Und man beachte hier bitte den Musterverlauf VOM Kragen ÜBER das obere Rückenteil BIS hin zum unteren Rückenteil...ähem...! Und nur, weil es auf den Fotos nicht klar zu erkennen ist: Sogar die Manschetten sind mustertechnisch 100% symmetrisch. Jawohl! Wenn ich mich hiermit nicht als nähtechnischen Superstreber geoutet habe, dann weiß ich auch nicht.

Lediglich beim Zuschneiden der Knopfleisten konnte ich nicht mehr auf den passenden Musterverlauf achten, da ich schlicht kaum noch Stoff hatte. Das ist nun doch ein kleiner Wermutstropfen, aber ich will mal nicht so sein :O)

So - nun brauche ich nur noch den passenden Stoff für mein erstes Kleid nach diesem Schnitt!
Ändern werde ich daran dann nur eine Kleinigkeit an den Manschetten - die werden eine zusätzliche Falte bekommen, damit sie nicht so weit werden - und am Kragen. Kragen und Kragensteg sind für meinen Geschmack einen Tick zu groß, aber für diese Art von Änderung braucht man noch nicht mal ein online-Seminar...

Sonntag, 29. Dezember 2013

SKSA vs. WKSA

Hätte ich ein bisschen früher getestet, wie gut dieser Kleiderschnitt für mich funktioniert, hätte ich dieses Jahr doch glatt am vielgenutzten WKSA - Weihnachtskleidsewalong - teilnehmen können. Schade eigentlich!

So wurde eben "nur" mein ganz persönlicher SKSA - Silvesterkleidsewalone - draus. Auch nicht schlecht - zumindest, was das Ergebnis betrifft.
Ich bin richtig glücklich, mit meinem neuen Kleid! Und das ganz besonders deshalb, weil Kleider bisher so ein bisschen meine nähtechnische Achillesverse darstellen. Vielleicht sollte ich das ja zu meinem Nähvorsatz für 2014 machen? Mehr passende Kleiderschnitte für mich zu finden, zu testen und anzupassen?

Schnitt: Modell Nr. 7 aus der "stitched by you" Herbst 2013, einer Nähzeitschrift, die ich auf dem letzten Stoffmarkt in Ludwigsburg gekauft habe.

Der Schnitt ist wirklich einfach umzusetzen, lediglich die gerafften Drapierungen im Taillenbereich sorgen in den Seitennähten für derart viele Stofflagen auf einem Fleck, dass ich meine Overlock per "Handbetrieb" vorsichtig über diese massiven Stellen dirigiert habe, ansonsten hätte es garantiert die Nadeln abgebrochen. Beim Tragen selbst sind diese Nähte jedoch nicht zu spüren.

Für den Ausschnittbeleg und den inneren Kragensteg, sowie für den äußeren Kragen habe ich Webstoff genommen. Das gibt der ganzen Partie mehr Stabilität. Den inneren Kragensteg habe ich dabei von Hand angenäht.

Stoff: schwerfallender Viskosejersey - ein wahres Feuerwerk an psychedelisch anmutendem Farbenmustermix aus Galaxien, Blumenprint und Hermèsschnörkeln - genau das richtige, um demnächst anläßlich eines runden Geburtstages eine Nacht durchzutanzen!

Nebeneffekt: Das Kleid passt perfekt zu meinen Lieblingsstiefeln! Also ein persönlicher Glücksgriff in jeder Hinsicht!

Sonntag, 24. November 2013

Stars in your eyes

Der Sternquilt aus diesem Buch hatte es mir gleich beim ersten Durchblättern angetan. Zugegeben, das ist nun schon einige Zeit her, aber gut Ding will Weile haben. Und für besondere Quilts braucht es manchmal auch besondere Anlässe.

Wenn eine wirklich teure Freundin etwas wirklich wichtiges vollendet zum Beispiel, dann ist der Moment für einen solchen Quilt gekommen.

Während die Freundin sich im Endspurt befand und Tag und Nacht an ihrem Ziel arbeitete, habe ich diesen Quilt aus Stoffen genäht, die uns beide an viele Jahre gemeinsamen Nähens für unsere Kinder erinnern. Abend für Abend saß ich an der Vollendung, denn es ist zudem der erste Quilt, den ich von Hand gequiltet habe. Jawohl!
Und nun darf ich - untermauert mit eigenen Erfahrungswerten - sagen, dass es mich zwar wirklich stolz macht, dieses Stück auf diese Weise gefertigt zu haben, ich aber in keiner Weise nun für den Rest meines Quilterdaseins auf diese Methode zurückgreifen werde. Tradition hin oder her - dieses handgequiltete Stück wird aus meiner Hand erst einmal für LANGE Zeit das einzige bleiben.

Der Stars-in-your-eyes ist ca. 170x230cm groß und damit groß genug für ein französisches Bett.

Die weißen Diamonds habe ich alle an den Kanten entlang gequiltet und jeden einzelnen Stern habe ich mit je zwei Quiltnähten im Bereich des zweiten "Rings" versehen. Außerdem habe ich den Rahmen mit schlichten geraden Quiltnähten fixiert.

Hier noch ein paar Details:

Modell 1 / Ottobre Herbst/Winter 2012

Absolut inspiriert durch dieses Kleid von Smila habe ich mich umgehend an ein Probemodell für mich gemacht.

Eigentlich trage ich gern Kleider. Aber da meine Figur leider häufig nicht mit den handelsüblichen Schnitten kompatibel ist und ich nicht genug Wissen und auch zu wenig Geduld habe, um Schnitte langwierig mit FBA & Co. anzupassen, freue ich mich umso mehr, wenn ich wenigstens hin und wieder über einen Schnitt stolpere, der "einfach so" passt - OHNE große Änderungen!

Dieser Schnitt scheint ein solcher zu sein!

Auch prima mit Rollkragenpullover oder Langarmshirt darunter zu tragen:

Änderungen: Das Oberteil habe ich um 2cm verlängert, damit die Empire-Naht dort sitzt, wo sie hingehört.

Stoffe: Resteverwertung auf der ganzen Linie. Gemusterter Babycord, wegen Knappheit mit leicht gebatiktem uni Elastik-Feincord kombiniert. Belege aus Baumwollpopeline, Taschenbeutel aus Feincord + Viskosefutterstoff.

Dieser Schnitt hat Wiederholungspotential. Dann aber mit langen Ärmeln.

MARILUZ reloaded

Vor gut 2 1/2 Jahren habe ich die letzten Mariluz' genäht. Damals durfte es noch bunt sein! Diese Zeiten sind nun leider endgültig vorbei...

Grau/beige ist das neue Bunt. Naja, so ist das eben.

Zumindest der Schnitt wird nach wie vor geliebt und so durfte ich also einen neuen Übergangsmantel nähen. Diesmal aus schön unauffälligem beigefarbenem Babycord. Der Sicherheit beim Fahrradfahren wegen habe ich an den Armriegeln, an den vorderen Teilungsnähten im Schulterbereich und an den Kanten der gefakten Pellerine Reflektorpaspeln eingearbeitet, die wirklich SEHR leuchten, sobald entsprechend Licht auf sie fällt. Da die hellgrauen Paspeln ohne Licht kaum auffallen, wurde dieses "Extra" geduldet.

Von vorn:

...und von hinten:

Und bei der Innengestaltung durfte ich mich farbtechnisch dann doch noch ein bisschen austoben :O)

Für den Korpus habe ich Fleece verwendet, für die Ärmel Viskose-Futterstoff - gedoppelt mit Windstopperfolie -, damit sich der Mantel leicht anziehen lässt.
Etwas Neues habe ich bei diesem Mantel auch ausprobiert: Er hat richtige Paspelknopflöcher bekommen. Tschakka!!!

Leider ist die Jahreszeit für Übergangsmäntel nun schon wieder vorbei, aber sicher passt der Mantel auch nächstes Jahr noch.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

It's A Fits

Vor wenigen Wochen war Stoffmarkt in Ludwigsburg und die Große war dabei und hat sich Stoffe ausgesucht. Unter anderem einen ganz weichen Jersey mit großem Paisley-Muster, aus dem sie sich ein Kleid gewünscht hat. Tochter wünscht, Mama näht.

Zum ersten Mal habe ich ein It's a fits - Schnittmuster (ebenfalls vom letzten Hollandstoffmarkt) vernäht: Modell Nr. 1029. So entstand am vergangenen Wochenende dieses Kleid. Was an Ausschnitt und Saum hervorblitzt ist ein (gekauftes) Unterkleid, damit das neue Stück auch auf blickdichten Strumpfhosen getragen werden kann und nicht immer die Beine "hochkrabbelt".

Geändert habe ich am Schnitt nichts, bis auf die Verarbeitung des rückwärtigen Halsauschnitts. Hier habe ich wieder einmal lieber mit einem Beleg gearbeitet, anstatt lediglich einen gedoppelten Jerseystreifen zu verwenden. Der Beleg aus Webstoff ist eine saubere Lösung, beim Absteppen wellt nichts und der Ausschnitt erhält zudem noch Stabilität und bleibt immer schön in Form.

Besonders gut gefällt mir an diesem Teil die raffinierte Schnittführung und dieses faltenwerfende mittlere Vorderteil. Bin ganz verliebt!

Wenn die Große wieder fit ist, gibt es noch "angezogene" Fotos, aber ich finde das Kleid so schön, dass ich das Posten nicht erwarten konnte...

Samstag, 15. Juni 2013

Top Tops

Der Sommer kommt! Über 30°C werden für die nächsten Tage angesagt! Höchste Zeit also, den Vorrat an richtigen Sommeroberteilen, sprich: Trägertops - bereitzuhalten!

Viel ist es ja nicht mehr, was unsere Mädels mir hier an Selbstgenähtem durchgehen lassen. Viel zu viel Spaß macht doch das Shoppengehen mit der Freundin in der nahen Stadt...

In diesem Fall jedoch habe ich gar nicht erst nachgefragt, sondern mich einfach drauf verlassen, dass das Ergebnis schon gefallen würde und siehe da: Es gefällt sogar sehr!

Aus der Juli-BURDA 2013 - also BRANDaktuell! - ein Wasserfallausschnitt-Top, heruntergradiert auf Gr. 32! Eigentlich trägt die Große Shirts in Gr. XS bzw. 36. Dieses Top fällt also wirklich reichlich aus...


Die hinteren Ärmelausschnittkanten und die rückwärtige obere Shirtkante habe ich mit Schrägbändern aus Webstoff versäubert, denn zum einen stehe ich mit Belegbändern aus Jersey echt auf Kriegsfuß und zum anderen geben Bänder aus Webstoff dem Top an den besagten Stellen schön Stabilität, ohne sich beengend auszuwirken. Beim nächsten Mal werde ich die hinteren Armausschnitte und die obere Kante jedoch mit einem durchgehenden Beleg versehen und die Träger hinten gleich zwischenfassen. Ich glaube, das wird dann noch sauberer. Die Trägerteile habe ich ausserdem lediglich gedoppelt, jedoch ohne Volumenvlies. Das gefiel mir persönlich nicht so - hatte sowas mondänes.

Nach einem Schnitt in Gr. 170 aus meiner Ottobre-Sammlung sind die folgenden beiden Tops entstanden.


- Das obere Vorderteil habe ich um 2cm nach unten verlängert,
- den Fältchenbereich an der Teilungsnaht noch etwas mehr aufgespreizt um etwas mehr Platz zu schaffen,
- den vorderen Ausschnitt habe ich ganz schlicht - ohne "Loch" - gearbeitet,
- die doppelten Träger weggelassen (das wäre der Großen zu viel Schnickschnack gewesen)
- und die Problematik mit der Kantenversäuberung mit Jerseystreifen habe ich wieder mit Schrägbändern aus Webstoff umgangen.

Jetzt kann die Hitzewelle gern kommen!

Übrigens - sind sie nicht schön, unsere allium giganteum? Ich LIEBE diese Blüten!